Du funktionierst noch. Aber so willst du nicht weitermachen.
Warum Veränderung nicht mit einem Ziel beginnt, sondern mit dem Moment, in dem du erkennst: So nicht mehr.

Du stehst morgens auf. Du erledigst, was erledigt werden muss. Du gehst arbeiten. Du trägst Verantwortung. Du kümmerst dich. Du entscheidest. Du organisierst.
Von aussen funktioniert es.
Vielleicht sogar ziemlich gut.
Und trotzdem gibt es diesen Punkt in dir.
So will ich nicht mehr weitermachen.
Ich kenne diesen Punkt selbst.
In früheren Jahren kam er immer wieder. Durch Kollegen. Durch Freunde. Durch mein Umfeld. Gefühlt machte ich alles. Ich passte mich an. Ich entschuldigte vieles. Ich versuchte, es irgendwie richtig zu machen.
Und trotzdem war es nie genug.
Irgendwann kehrte sich etwas um.
Nicht mehr:
Was kann ich noch tun?
Sondern:
So will ich nicht mehr weitermachen.
Du brauchst nicht zuerst ein Ziel
Wir sind es gewohnt, nach vorne zu schauen.
Was willst du erreichen? Wo möchtest du hin? Was ist dein Ziel?
Aber was ist, wenn du genau das noch nicht weisst?
Was ist, wenn du nur eines sehr deutlich spürst:
So nicht mehr.
Für mich ist das kein zu kleiner Anfang.
Es ist ein Anfang.
Denn bevor du entscheiden kannst, wohin du gehst, musst du vielleicht zuerst erkennen, wo du überhaupt stehst.
Was belastet dich wirklich?
Was trägst du schon lange?
Was hast du immer wieder übergangen?
Was weisst du vielleicht längst, willst es aber noch nicht ganz anschauen?
Funktionieren kann vieles verdecken
Ich habe lange mein Umfeld entschuldigt.
Vieles erklärt.
Vieles ausgehalten.
Und dabei immer wieder mich selbst übergangen.
Es brauchte mehrere Anläufe, bis ich wirklich konsequent wurde.
Denn zu erkennen, dass etwas nicht mehr stimmt, ist das eine.
Danach auch wirklich danach zu handeln, ist etwas anderes.
Solange wir funktionieren, wirkt vieles nach aussen in Ordnung.
Und genau deshalb kann es leicht passieren, dass wir uns selbst nicht ernst nehmen.
Es geht doch noch.
Andere haben grössere Probleme.
Ich kriege es ja hin.
Ich muss einfach weitermachen.
Aber Funktionieren beantwortet eine entscheidende Frage nicht:
Stimmt es für mich noch?
Irgendwann gibt es kein Aussen mehr
Bei mir kam irgendwann der Rückzug.
Ich hatte mich praktisch überall zurückgezogen.
Und plötzlich war da nicht mehr das Aussen.
Nicht mehr die Kollegen. Nicht mehr die Freunde. Nicht mehr das Umfeld.
Nur noch ich.
Diese Ruhe zwang mich hinzuschauen.
Und nicht alles, was ich da von mir sah, war angenehm.
Aber genau das war wichtig.
Denn solange wir nur auf andere schauen, können wir vieles erklären.
Warum etwas so ist. Warum jemand so gehandelt hat. Warum wir selbst so reagiert haben.
Wenn das Aussen leiser wird, bleibt irgendwann eine andere Frage:
Was liegt bei mir?
Eigenverantwortung
Für mich ist Eigenverantwortung heute sehr klar.
Das ist meine innere Haltung:
„Nur ich und ausschliesslich ich bin dafür verantwortlich, was in meinem Leben geschieht – oder auch nicht geschieht.“
Ich kann nicht alles kontrollieren, was geschieht.
Andere Menschen tragen die Verantwortung für ihr eigenes Handeln.
Aber die Verantwortung für mich und mein Leben gebe ich nicht ab.
Ich bin verantwortlich dafür, wie ich mit dem umgehe, was geschieht.
Ob ich bleibe .Ob ich gehe. Ob ich weiter schweige. Ob ich hinschaue.
Ob ich eine Entscheidung treffe.
Genau das ist meine innere Haltung zu Eigenverantwortung.
Was willst du nicht mehr?
Wenn du heute an einem Punkt stehst, an dem du weisst:
So will ich nicht mehr weitermachen.
Dann brauchst du noch keinen fertigen Plan.
Eine der einfachsten und gleichzeitig klarsten Fragen ist:
Was willst du nicht mehr?
Schreib es auf.
Nicht schön. Nicht geordnet. Nicht perfekt.
Einfach alles.
Punkt für Punkt.
Und irgendwann kommen Worte, die du vielleicht erst lernen musst laut auszusprechen.
Das braucht Mut.
Manchmal viel Mut.
Aber jeder einzelne Moment, in dem du dich nicht mehr übergehst, verändert etwas.
Vielleicht noch nicht alles.
Aber dich.
Und von dort aus entsteht der nächste Schritt.
Genau dort beginnt mein Mentoring
Ich begleite Menschen nicht, indem ich ihnen sage, wie ihr Weg aussehen muss.
Ich höre hin. Ich frage nach. Ich nehme wahr. Ich spiegle. Ich bringe einen anderen Blickwinkel und meine gelebte Erfahrung ein.
Aber ich entscheide nicht für dich.
Denn dein Weg bleibt deiner.
Mir geht es nicht darum, dass du nach einem Gespräch sagst:
„Helene weiss, was ich tun soll.“
Sondern:
„Ich erkenne klarer, was für mich stimmt. Ich entscheide. Und ich gehe meinen nächsten stimmigen Schritt.“
Dafür musst du nicht den ganzen Weg kennen.
Vielleicht beginnt es nur mit:
Was will ich nicht mehr?
Und mit dem Mut, deine eigene Antwort ernst zu nehmen.
Erkennst du dich darin?
Dann übergeh diesen Moment nicht.
Mentoring bei Helene
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