DER WECKRUF WAR NOCH NIE LEISE
Ich habe funktioniert. Tag für Tag.
Es wurde immer schwerer. Alles lief automatisch weiter, obwohl in mir längst alles NEIN schrie.
Das Erkennen war schmerzhaft.
Zuerst habe ich gehadert. Warum immer ich?
Bis ich irgendwann zu mir sagte:
„So, jetzt hast du genug gejammert! MACH EINFACH.“
Und genau das habe ich getan.
Abläufe verändert. Mich ins Auto gesetzt und bin losgefahren. Spaziergänge gemacht. Wanderungen unternommen.
Bewegen. Gehen. Machen.
Weg vom Alltag. Raus aus dem Automatismus.
Manchmal habe ich die Dinge einfach aus einem anderen Blickwinkel angeschaut.
Bis irgendwann der Punkt kam:
Jetzt weiss ich, wie weiter.
Diese gelebte Erfahrung bringe ich heute in meine Arbeit als Mentorin ein.
Wenn mein Gegenüber im Gespräch nicht weiterkommt, bitte ich die Person manchmal, den Stuhl zu wechseln. Aufzustehen. Sich im Raum zu bewegen.
Weil ich weiss: Jede Bewegung zieht Neues an.
Und auf einmal macht der Körper mit. Andere Blickwinkel entstehen. Neue Möglichkeiten öffnen sich.
Ich höre hin. Ich frage nach. Ich spiegle. Ich bringe meine Erfahrung ein.
Aber ich entscheide nicht für mein Gegenüber.
Meine Haltung ist klar:
Erkennen ist wichtig. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem du selbst entscheiden und etwas tun musst.
Nicht nur darüber reden.
MACH EINFACH.
Die Veränderung muss nicht gross sein. Aber sie ist wichtig.
Und manchmal beginnt sie damit, dass du aufstehst, den Platz wechselst und die Dinge aus einer anderen Sicht betrachtest.
Erkennst du dich darin wieder?
Dann übergeh diesen Moment nicht.
Was machst du, wenn du feststeckst?
Bleibst du sitzen und denkst weiter? Oder kommst du in Bewegung?
Ich freue mich auf deine Erfahrung in den Kommentaren.
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